Aktienfonds absichern: So funktioniert das STOP+GO-Risikomanagement

Aktienfonds bieten die Chance, langfristig am Wachstum von Unternehmen und der wirtschaftlichen Entwicklung teilzuhaben. Wer über viele Jahre Vermögen aufbaut, möchte deshalb möglichst lange von steigenden Märkten profitieren.

Gleichzeitig gehören auch stärkere Kursrückgänge zur Aktienanlage. Gerade wenn das angesparte Vermögen mit den Jahren größer wird, gewinnt deshalb eine zweite Frage an Bedeutung: Wie möchte ich mit einem größeren Börsenrückgang umgehen?

Genau hier setzt STOP+GO an. Das System verbindet die langfristigen Chancen einer Fondsanlage mit einem regelbasierten Risikomanagement für Ausstieg und Wiedereinstieg.

Dabei geht es nicht darum, den nächsten Börsencrash vorherzusagen oder jede Kursschwankung zu vermeiden. STOP+GO legt vielmehr bereits vorher fest, nach welchen Regeln auf bestimmte Kursentwicklungen reagiert wird.

Langfristig investiert sein und gleichzeitig vorher festlegen, wie mit größeren Kursrückgängen umgegangen werden soll.

Sie investieren bereits nach Buy & Hold?

Buy & Hold kann für langfristige Anleger eine sinnvolle Strategie sein. Wer breit gestreut investiert und ausreichend Zeit mitbringt, kann auch größere Börsenrückgänge bewusst aushalten und auf eine spätere Erholung warten.

Nicht jeder Anleger fühlt sich mit diesem Vorgehen jedoch wohl. Vielleicht haben Sie bereits erlebt, wie Ihr Depot in einer Börsenkrise deutlich an Wert verloren hat. Oder Ihr Depot ist inzwischen so groß geworden, dass Sie sich heute stärker mit der Frage beschäftigen, wie Sie mit größeren Kursrückgängen umgehen möchten.

STOP+GO bietet dafür einen anderen Ansatz. Statt grundsätzlich investiert zu bleiben, werden Regeln für einen möglichen Ausstieg und einen späteren Wiedereinstieg festgelegt.

Buy & Hold setzt darauf, auch größere Rückgänge auszuhalten. STOP+GO ergänzt die Geldanlage um Regeln für einen möglichen Ausstieg und den späteren Wiedereinstieg.

Warum größere Kursverluste so schwer aufzuholen sind

Bei Aktienfonds gehören Kursschwankungen zur Geldanlage dazu. Ein Rückgang von einigen Prozent ist deshalb noch kein Grund, die langfristige Anlagestrategie infrage zu stellen.

Anders kann es bei sehr starken Kursverlusten aussehen. Denn je tiefer ein Depot fällt, desto stärker muss es anschließend steigen, um wieder seinen ursprünglichen Wert zu erreichen.

Ein einfaches Beispiel zeigt den Unterschied:

20 Prozent Verlust erfordern anschließend 25 Prozent Gewinn, um den Ausgangswert wieder zu erreichen.

40 Prozent Verlust erfordern rund 67 Prozent Gewinn.

50 Prozent Verlust erfordern sogar 100 Prozent Gewinn.

Aus 100.000 Euro werden bei einem Verlust von 50 Prozent zunächst 50.000 Euro. Damit daraus wieder 100.000 Euro werden, muss sich das verbliebene Kapital anschließend verdoppeln.

Das bedeutet nicht, dass größere Kursverluste mit einem Risikomanagement vollständig verhindert werden können. Es erklärt aber, warum es für manche Anleger interessant sein kann, nicht jeden starken Börsenrückgang vollständig mitzumachen.

Je größer ein Verlust wird, desto stärker muss die anschließende Erholung ausfallen.

Warum ein Ausstieg allein noch keine Strategie ist

Wer investiert bleibt, nimmt größere Kursrückgänge mit und wartet auf eine spätere Erholung. Wer dagegen verkauft, steht vor einer anderen Herausforderung: Wann soll wieder investiert werden?

Denn ein Ausstieg allein löst das Problem nicht. Wer nach einem Kursrückgang verkauft und anschließend nicht wieder investiert, kann eine spätere Erholung verpassen.

Ein regelbasiertes Risikomanagement benötigt deshalb nicht nur eine Regel für den Ausstieg, sondern auch eine Regel für den Wiedereinstieg.

Verkaufen allein löst das Problem nicht. Entscheidend ist auch, nach welchen Regeln das Geld wieder investiert wird.

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So funktioniert STOP+GO Schritt für Schritt

STOP+GO verbindet zwei Funktionen miteinander: einen regelbasierten Ausstieg und einen ebenfalls regelbasierten Wiedereinstieg.

Solange sich der Fonds positiv entwickelt, bleibt das Kapital investiert. Steigt der Fondskurs, wird auch das STOP-Limit nach oben angepasst.

Wird das maßgebliche STOP-Limit erreicht, wird der Verkaufsprozess ausgelöst. Das Kapital wird anschließend zunächst risikoärmer in einem Geldmarktfonds geparkt.

Für den späteren Wiedereinstieg arbeitet STOP+GO mit einem GO- beziehungsweise Start-Buy-Limit. Wird diese maßgebliche Kursmarke erreicht, wird der Wiedereinstieg in den Aktienfonds ausgelöst.

Dadurch entsteht ein vollständiger Regelkreis aus investiert bleiben, möglichem Ausstieg, zwischenzeitlichem Parken und späterem Wiedereinstieg.

Fonds investiert → STOP-Limit steigt mit → STOP → Geldmarktfonds → GO → Wiedereinstieg

Was bringt das nachgezogene STOP-Limit?

Ein wesentlicher Bestandteil von STOP+GO ist das nachgezogene STOP-Limit. Entwickelt sich der Fonds positiv, bleibt die maßgebliche Ausstiegsmarke nicht dauerhaft auf ihrem ursprünglichen Niveau.

Steigt der Fondskurs, wird auch das STOP-Limit nach oben nachgezogen. Die Regel für einen möglichen Ausstieg entwickelt sich damit mit dem Fonds.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ein bestimmter Gewinn gesichert oder ein Verkauf zu einem exakt vorher festgelegten Kurs garantiert wird. Wird ein STOP-Limit erreicht, kann sich der Fondspreis bis zur tatsächlichen Ausführung des Verkaufs noch verändern.

Das STOP-Limit bleibt bei steigenden Fondskursen nicht auf seinem ursprünglichen Niveau, sondern wird nach oben nachgezogen.

Warum der Wiedereinstieg genauso wichtig ist wie der Ausstieg

Ein Verkauf kann einen Teil des Risikomanagements darstellen. Damit ist die eigentliche Frage aber noch nicht beantwortet: Wann soll das Geld wieder in den Aktienfonds investiert werden?

Gerade nach stärkeren Kursrückgängen ist diese Entscheidung schwierig. Die Nachrichtenlage kann weiterhin negativ sein, die Kurse können stark schwanken und niemand weiß sicher, ob die Erholung bereits begonnen hat.

Genau deshalb gehört bei STOP+GO neben dem STOP auch der GO- beziehungsweise Start-Buy-Mechanismus zum System. Wird die dafür maßgebliche Kursmarke erreicht, wird der Wiedereinstieg ausgelöst.

Es geht dabei nicht darum, den tiefsten Kurs zu treffen. Der Wiedereinstieg folgt einer vorher festgelegten Regel und nicht einer spontanen Einschätzung der Börsenlage.

Ein Risikomanagement ist erst vollständig, wenn es nicht nur eine Regel für den Ausstieg, sondern auch für den Wiedereinstieg gibt.

Wie STOP+GO die Limits eines Fonds steuert

STOP+GO arbeitet nicht mit einer einzigen starren Kursmarke, die für jeden Fonds gleich ist. Für den jeweiligen Fonds werden die maßgeblichen STOP- und GO-Limits nach der Systematik von STOP+GO festgelegt.

Entwickelt sich der Fonds positiv, wird das STOP-Limit nach oben nachgezogen. Die Limitsteuerung soll dabei nicht auf jede kleine tägliche Kursschwankung reagieren, sondern normale Schwankungen von stärkeren Kursbewegungen unterscheiden.

Wird das maßgebliche STOP-Limit erreicht, wird der Verkaufsprozess ausgelöst. Nach dem zwischenzeitlichen Parken des Kapitals bestimmt anschließend das GO- beziehungsweise Start-Buy-Limit die Regel für einen möglichen Wiedereinstieg.

Die genaue Berechnung der Limits erfolgt nach der STOP+GO-Systematik. Anleger müssen die Kursentwicklung deshalb nicht täglich beobachten und die maßgeblichen Marken immer wieder selbst neu berechnen.

Steigt der Fonds, steigt das STOP-Limit mit. Ausstieg und Wiedereinstieg folgen anschließend den eingerichteten Regeln.

Für wen kann STOP+GO interessant sein?

STOP+GO kann für Anleger interessant sein, die die langfristigen Chancen von Aktienfonds nutzen möchten, gleichzeitig aber für stärkere Kursrückgänge vorher Regeln festlegen wollen.

Das betrifft nicht nur Anleger, die neu investieren. Auch wer bereits ein Fondsdepot besitzt und bisher nach dem Buy-&-Hold-Prinzip investiert, kann sich mit der Frage beschäftigen, ob größere Rückgänge künftig vollständig ausgesessen werden sollen.

Besonders relevant kann diese Frage werden, wenn das Depot über viele Jahre gewachsen ist oder ein Anleger größere Börsenrückgänge bereits selbst erlebt hat.

Ob STOP+GO zur persönlichen Geldanlage passt, hängt unter anderem vom Anlagehorizont, der finanziellen Situation, dem vorhandenen Vermögen und dem persönlichen Umgang mit Kursschwankungen ab.

STOP+GO ist keine Alternative zum langfristigen Denken. Es ist eine mögliche Ergänzung für Anleger, die langfristig investieren und für größere Kursrückgänge vorher Regeln festlegen möchten.

Wie wird STOP+GO im Fondsdepot umgesetzt?

STOP+GO wird im Rahmen des Angebots über ein Depot bei der Fondsdepot Bank umgesetzt. Wird die Geldanlage neu eingerichtet, gehört die entsprechende Depoteröffnung deshalb zur Umsetzung von STOP+GO.

Besteht bereits ein Fondsdepot bei einer anderen Bank oder Fondsgesellschaft, kann geprüft werden, ob die vorhandenen Fonds im Rahmen eines Depotübertrags in das STOP+GO-Konzept übernommen werden können.

Nach der Einrichtung überwacht das System die Kursentwicklung und führt die systemseitige Limitsteuerung durch. Wird ein maßgebliches STOP- oder GO-Limit erreicht, wird der entsprechende Verkaufs- oder Kaufauftrag ausgelöst und zur Ausführung weitergeleitet.

Wichtig ist dabei: Das Erreichen eines Limits garantiert keinen bestimmten Ausführungskurs. Zwischen dem Erreichen der Kursmarke und der tatsächlichen Ausführung kann sich der Fondspreis verändern.

Sie müssen die Fondskurse nicht täglich beobachten – die Regeln für Ausstieg und Wiedereinstieg sind vorher festgelegt.

Was verändert STOP+GO bei einem Fondssparplan?

Bei einem klassischen Buy-&-Hold-Sparplan wird auch während fallender Kurse regelmäßig weiter investiert. Mit der gleichen Sparrate werden bei niedrigeren Fondspreisen mehr Anteile gekauft. Dieser Effekt wird häufig als Durchschnittskosten- oder Cost-Average-Effekt bezeichnet.

Dabei bleibt allerdings das bereits angesparte Fondsvermögen vollständig investiert und nimmt den Kursrückgang mit.

STOP+GO bezieht zusätzlich das bereits aufgebaute Fondsvermögen in die Regeln für Ausstieg und Wiedereinstieg ein. Wird das maßgebliche STOP-Limit erreicht, wird das investierte Kapital nach den Regeln des Systems aus dem Aktienfonds herausgenommen und zunächst risikoärmer geparkt.

Erfolgt der spätere GO-Wiedereinstieg zu einem niedrigeren Fondspreis als der vorherige Ausstieg, kann mit dem geparkten Kapital eine größere Anzahl Fondsanteile erworben werden.

Gerade mit zunehmender Laufzeit eines Sparplans kann dieser Unterschied interessant werden. Zu Beginn besteht das Vermögen hauptsächlich aus den laufenden Sparraten. Nach vielen Jahren kann dagegen bereits ein erheblicher Depotwert aufgebaut sein. Ein größerer Kursrückgang betrifft dann vor allem das bereits vorhandene Vermögen – und nicht nur die nächste Sparrate.

Ob STOP+GO dadurch tatsächlich zu einem besseren Anlageergebnis führt, hängt vom konkreten Kursverlauf sowie den Aus- und Wiedereinstiegszeitpunkten ab. Ein Renditevorteil gegenüber Buy & Hold lässt sich daraus nicht ableiten oder garantieren.

Beim klassischen Sparplan profitieren neue Sparraten von niedrigeren Kursen. STOP+GO bezieht zusätzlich das bereits aufgebaute Fondsvermögen in die Regeln für Ausstieg und Wiedereinstieg ein.

STOP+GO oder Buy & Hold – was passt zu mir?

Beide Ansätze können auf eine langfristige Geldanlage ausgerichtet sein. Der wesentliche Unterschied liegt darin, wie mit größeren Kursrückgängen umgegangen wird.

Bei Buy & Hold bleibt das Kapital grundsätzlich investiert. Auch stärkere Rückgänge werden ausgesessen, in der Erwartung, langfristig an einer späteren Markterholung teilzunehmen.

STOP+GO ergänzt die langfristige Fondsanlage dagegen um vorher eingerichtete Regeln für einen möglichen Ausstieg, das zwischenzeitliche Parken des Kapitals und einen späteren Wiedereinstieg.

Welche Vorgehensweise besser zur eigenen Geldanlage passt, lässt sich deshalb nicht allein anhand vergangener Renditen entscheiden. Entscheidend ist auch, wie Sie persönlich mit größeren Kursrückgängen umgehen möchten.

Buy & Hold setzt auf investiert bleiben. STOP+GO ergänzt die langfristige Fondsanlage um Regeln für Ausstieg und Wiedereinstieg.

Möchten Sie wissen, ob STOP+GO zu Ihrer Geldanlage passt?

Vielleicht besitzen Sie bereits ein Fondsdepot und möchten künftig nicht jeden größeren Kursrückgang vollständig aussitzen. Vielleicht haben Sie eine Börsenkrise bereits selbst erlebt oder Ihr angespartes Vermögen ist inzwischen so groß geworden, dass Sie sich heute intensiver mit Risikomanagement beschäftigen.

Vielleicht möchten Sie aber auch erst mit einem Fondssparplan oder einer Einmalanlage beginnen und von Anfang an festlegen, wie mit größeren Kursrückgängen umgegangen werden soll.

Im kostenfreien Erstgespräch schauen wir uns Ihre Ausgangssituation an. Dabei kann es um ein bestehendes Fondsdepot, einen neuen Anlagebetrag oder einen regelmäßigen Fondssparplan gehen.

Wir klären, wie Sie investieren möchten, wie Sie mit größeren Kursschwankungen umgehen und ob STOP+GO grundsätzlich zu Ihrer Anlagestrategie passen kann.

Dabei besprechen wir auch die Funktionsweise sowie die Vor- und Nachteile des Systems. Sie müssen sich im Erstgespräch weder für STOP+GO noch für einen bestimmten Fonds entscheiden.

Erst verstehen, wie Sie investieren möchten. Dann entscheiden, ob STOP+GO zu Ihnen passt.

Kostenfreies Erstgespräch zu STOP+GO und Geldanlage anfragen

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