Tagesgeldkonto: ideal für Rücklagen und kurzfristiges Sparen

Ein Tagesgeldkonto ist vor allem ein guter Platz für Geld, das sicher aufbewahrt werden und trotzdem kurzfristig verfügbar bleiben soll. Dazu gehören insbesondere der Notgroschen und andere finanzielle Rücklagen.

Anders als bei langfristigen Geldanlagen steht dabei nicht die höchstmögliche Rendite im Vordergrund. Entscheidend ist, dass Sie auf Ihr Geld zugreifen können, wenn Sie es brauchen.

Ein Tagesgeldkonto kann aber noch mehr: Sie können damit gezielt für größere Anschaffungen, Urlaub, Immobilienkosten oder andere absehbare Ausgaben sparen.

Sie wissen noch nicht, wie hoch Ihre finanzielle Rücklage sein sollte?

Notgroschen und Rücklagen richtig planen

Warum eignet sich ein Tagesgeldkonto für Rücklagen?

Eine Rücklage hat eine klare Aufgabe: Sie soll Ihnen finanziellen Spielraum geben, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.

Deshalb sollte das Geld nicht langfristig gebunden sein und keinen größeren Wertschwankungen unterliegen. Gleichzeitig ist es sinnvoll, die Rücklage vom normalen Zahlungsverkehr auf dem Girokonto zu trennen.

Ein Tagesgeldkonto verbindet diese Anforderungen: Das Guthaben bleibt verfügbar, wird verzinst und kann getrennt von Ihrem alltäglichen Budget geführt werden.

Gerade für den Notgroschen ist dabei nicht entscheidend, ob eine andere Bank vorübergehend etwas mehr Zinsen bietet. Verfügbarkeit, Sicherheit und eine klare Trennung vom Alltagsgeld sind wichtiger als der letzte Zehntelprozentpunkt Zins.

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Tagesgeld oder Sparbuch – was eignet sich besser?

Das Sparbuch wird auch heute noch häufig für Rücklagen genutzt. Sicheres Sparen ist damit grundsätzlich möglich. Für eine Rücklage ist ein Tagesgeldkonto jedoch meist flexibler.

Bei klassischen Spareinlagen können Kündigungsfristen und Begrenzungen für kurzfristige Verfügungen gelten. Beim Tagesgeld können Sie dagegen grundsätzlich kurzfristig über das vorhandene Guthaben verfügen.

Gerade beim Notgroschen ist das wichtig. Eine unerwartete Rechnung oder ein finanzieller Engpass kündigt sich schließlich nicht drei Monate vorher an.

Hinzu kommt die einfachere Handhabung: Geld kann vom Referenzkonto auf das Tagesgeldkonto überwiesen und bei Bedarf wieder zurücküberwiesen werden.

Für Geld, das im Ernstfall schnell verfügbar sein soll, ist Tagesgeld deshalb in der Regel praktischer als ein klassisches Sparbuch.

Ein separates Tagesgeldkonto schafft Abstand

Ihre Rücklage muss nicht bei derselben Bank liegen wie Ihr Girokonto. Ein Tagesgeldkonto bei einer anderen Bank kann sogar einen praktischen Vorteil haben.

Das Geld ist dadurch stärker vom täglichen Zahlungsverkehr getrennt. Sie sehen es nicht bei jedem Blick auf Ihr Girokonto und kommen weniger leicht auf die Idee, die Rücklage für spontane Ausgaben zu verwenden.

Diese kleine zusätzliche Hürde kann durchaus sinnvoll sein. Schließlich soll eine Rücklage nicht deshalb ausgegeben werden, weil gerade etwas Schönes gekauft werden könnte.

Ein Tagesgeldkonto bei einer anderen Bank ist zudem vom normalen Bankgeschäft Ihres Girokontos getrennt. Ihre Rücklage bleibt damit stärker von Ihrem normalen Bankgeschäft getrennt.

Eine Rücklage darf erreichbar sein. Sie muss aber nicht ständig vor Ihrer Nase liegen.

Dauerauftrag statt gelegentlich etwas zurücklegen

Wer eine Rücklage aufbauen möchte, sollte nicht jeden Monat neu überlegen, was vielleicht übrig bleibt.

Einfacher ist ein fester Dauerauftrag vom Girokonto auf das Tagesgeldkonto. Kurz nach dem Gehaltseingang wird automatisch ein festgelegter Betrag zurückgelegt.

Das passt auch zu unserem Rücklagenkonzept: Der Dauerauftrag läuft weiter, selbst wenn die gewünschte Rücklage erreicht wurde.

Mussten Sie Geld entnehmen, baut sich die Rücklage dadurch automatisch wieder auf. Bleibt sie unangetastet, entsteht mit der Zeit ein Überschuss, über den Sie beim nächsten jährlichen Rücklagencheck neu entscheiden können.

So funktioniert das finanzlogik-Rücklagenkonzept

Wofür kann ein Tagesgeldkonto noch genutzt werden?

Nicht jedes Tagesgeldkonto muss ein Notgroschenkonto sein. Tagesgeld eignet sich grundsätzlich für Geld, das Sie für einen bestimmten Zweck zurücklegen möchten und bei dem der Zeitpunkt der Ausgabe noch nicht ganz genau feststeht.

So können Sie beispielsweise eine Immobilienrücklage für Reparaturen und Instandhaltung bilden. Auch für ein neues Auto, Möbel oder andere größere Anschaffungen lässt sich nach und nach Geld zurücklegen.

Ebenso können Sie für Urlaub, Ausbildung oder Studium der Kinder und andere absehbare größere Ausgaben sparen.

Der Vorteil ist immer derselbe: Das Geld bekommt eine klare Aufgabe, bleibt aber verfügbar.

Je nach Anbieter können auch mehrere Tagesgeldkonten oder zusätzliche Spartöpfe sinnvoll sein. So lassen sich unterschiedliche Rücklagen voneinander trennen, ohne sie mit dem normalen Guthaben auf dem Girokonto zu vermischen.

Was kostet ein Tagesgeldkonto?

Viele Tagesgeldkonten werden ohne laufende Kontoführungsgebühr angeboten. Trotzdem lohnt sich ein Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis der jeweiligen Bank.

Für eine Rücklage sollte ein Tagesgeldkonto möglichst unkompliziert sein. Gebühren oder Bedingungen, die den Nutzen des Kontos unnötig einschränken, passen nicht zu diesem Zweck.

Entscheidend ist deshalb nicht nur ein attraktiver Zinssatz. Achten Sie auch darauf, wie das Konto geführt wird und welche Bedingungen tatsächlich gelten.

Wie sicher ist Geld auf einem Tagesgeldkonto?

Guthaben bei Banken innerhalb der gesetzlichen deutschen Einlagensicherung sind grundsätzlich bis 100.000 Euro pro Einleger und Bank geschützt.

Wichtig ist dabei: Die Grenze gilt nicht für jedes einzelne Konto. Haben Sie beispielsweise Girokonto und Tagesgeld bei derselben Bank, werden die geschützten Einlagen bei dieser Bank grundsätzlich zusammen betrachtet.

Bei ausländischen Banken innerhalb der EU greift grundsätzlich das Einlagensicherungssystem des jeweiligen Mitgliedstaates nach den europäischen Vorgaben.

Gerade bei höheren Guthaben sollte deshalb nicht nur auf den Zinssatz geschaut werden. Prüfen Sie auch, bei welcher Bank das Geld tatsächlich liegt und welcher Einlagensicherung sie unterliegt.

Wie wichtig sind die Zinsen beim Tagesgeld?

Natürlich darf eine Rücklage Zinsen bringen. Der Zinssatz ist für den eigentlichen Notgroschen aber nicht das wichtigste Auswahlkriterium.

Die Rücklage soll kurzfristig verfügbar sein und Ihren übrigen Finanzplan schützen. Dafür muss sie nicht ständig von Bank zu Bank verschoben werden, nur weil irgendwo vorübergehend ein etwas höherer Aktionszins angeboten wird.

Hinzu kommt: Tagesgeldzinsen sind variabel. Die Bank kann den Zinssatz verändern. Besonders attraktive Angebote gelten außerdem teilweise nur für Neukunden oder einen begrenzten Zeitraum.

Beim Notgroschen kommt zuerst die Funktion – und danach der Zins.

Anders kann die Gewichtung aussehen, wenn Sie größere Geldbeträge bewusst sehr konservativ anlegen möchten und beispielsweise keine Fonds oder ETF nutzen wollen. Dann spielt der Zinssatz eine wesentlich größere Rolle und ein Vergleich verschiedener Angebote wird wichtiger.

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Wann ist Festgeld die bessere Alternative?

Nicht jedes sicher angelegte Geld muss jederzeit verfügbar sein.

Wenn Sie einen bestimmten Betrag für einen festgelegten Zeitraum sicher nicht benötigen, kann Festgeld eine Alternative sein. Dabei wird das Geld für eine vereinbarte Laufzeit angelegt und der Zinssatz normalerweise für diesen Zeitraum festgeschrieben.

Damit erfüllen Tagesgeld und Festgeld unterschiedliche Aufgaben:

Tagesgeld eignet sich für Rücklagen und Geld, auf das Sie kurzfristig zugreifen können möchten.

Festgeld kommt für Geld infrage, das für einen bestimmten Zeitraum nicht benötigt wird.

Für den eigentlichen Notgroschen bleibt die kurzfristige Verfügbarkeit entscheidend. Deshalb gehört dieser grundsätzlich nicht vollständig ins Festgeld.

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Tagesgeld in Ihrem Finanzplan

Ein Tagesgeldkonto ist kein kompliziertes Finanzprodukt. Und genau darin liegt seine Stärke.

Es kann Ihren Notgroschen aufnehmen, verschiedene Rücklagen voneinander trennen oder beim Sparen für absehbare Ausgaben helfen.

Entscheidend ist, welche Aufgabe Sie dem Geld geben.

Für die Rücklage: Sicherheit und Verfügbarkeit stehen im Vordergrund.

Für geplante Ausgaben: Sie sparen gezielt auf ein bestimmtes Ziel.

Für sehr konservatives Sparen: Der Zinssatz gewinnt an Bedeutung.

Geld, das Sie dagegen langfristig nicht benötigen und mit dem Sie Vermögen aufbauen möchten, erfüllt eine andere Aufgabe. Dafür können andere Anlageformen geeigneter sein.

So wird das Tagesgeldkonto zu dem, was es sein sollte: ein einfacher Baustein in einem gut geordneten Finanzplan.

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