Immobilienfonds trotzender Krise

Während die Kapitalmärkte ebenso wie die Realwirtschaft wegen der Corona-Pandemie ungekannte Turbulenzen durchlaufen, erfreuen sich offene Immobilienfonds(OIF) bisher großer Stabilität. Ihre Anleger ziehen laut einem Bericht der Berliner Ratingagentur Scope bislang anders als Aktieninvestoren keine Gelder ab. Vielmehr konnten zahlreiche Fonds bis Mitte März sogar noch Netto-Mittelzuflüsse vermelden. Lediglich deren geringere Höhelässt auf eine Krisensituation schließen.

Der Hauptgrund für diese Stabilität dürfte in der Mindesthaltedauer liegen, die 2013 eingeführt wurde. Seitdem müssen OIF-Anteile für mindestens zwei Jahre gehalten werden, hinzu kommt eine Rückgabefrist von einem Jahr. Außerdem dürfte die geringe OIF-Volatilität zur Beruhigung der Anleger beitragen. Die Liquiditätsquote der deutschen OIF liegt aktuell im Schnitt bei rund 20 Prozent. Trotz dieser gut gefüllten „Kriegskassen“ gehen die Scope-Analysten davon aus, dass sich die Fondsmanager in der kommenden Zeit mit größeren Transaktionen zurückhalten werden.



Schon gewusst?

Derzeit besteht eine historische Chance für Aktienfondssparpläne.





Das könnte Sie interessieren:

Deutsche Aktuarvereinigung warnt vor PVK-Beitragsrückforderungen

12.06.2021

Einige privat Krankenversicherte konnten und können nach Gerichtsbeschlüssen von ihrem Versicherer gezahlte Beiträge zurückverlangen, weil ...

Zwei von drei jungen Deutschen sorgen sich um Altersarmut

05.06.2021

Dass die gesetzliche Rente in Zukunft kaum noch zum Leben reichen wird, ist ...

Robo-Advisor-Offensive kommt nicht in Gang

29.05.2021

Sie sollten eine neue Ära des Investierens einläuten: automatisierte Vermögensverwaltungen, neudeutsch ...

www.finanzlogik.de © 2011 - 2017   | Impressum | Datenschutz | AGBRechtlicher Hinweis

empty