Restschuldversicherer: Widerrufs-Aufklärung unzureichend?

Viele Kreditkunden gewinnen im Verlauf ihrer Beratung in der Bank den Eindruck, dass eine mit angebotene Restschuldversicherung förderlich oder sogar notwendig für das Zustandekommen des Darlehensvertrags wäre. Dieser darf jedoch nicht von einem Versicherungsabschluss abhängig gemacht werden. Damit diesbezüglich keine Missverständnisse entstehen, sind die Versicherer seit 2018 verpflichtet, die Kunden eine Woche nach Vertragsabschluss deutlich über ihr Widerrufsrecht aufzuklären.

Das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Hamburg hat die alsWelcome-Letterbezeichneten Schreibenvon 24 Restschuldversicherern nun unter die Lupe genommen und die Mehrzahl kritisiert. Drei Viertel der Schreiben seien beispielsweise derart werblich ausgeschmückt, dass die Hauptaussage verschleiert werde. Zudem verzichteten 15 der 24 Anbieter auf den Hinweis, dass der Kreditvertrag unberührt bleibt, wenn die Restschuldversicherung doch nicht abgeschlossen wird. Nur in fünf der untersuchten Verträge wird der Beginn der Widerrufsfrist vollständig und korrekt benannt.

Die Kopplung von Kreditverhandlungen an die Vermittlung einer Restschuldversicherung wird immer wieder von Verbraucherschützern kritisiert. Die Banken erhalten mitunter mehr als die Hälfte der Versicherungsprämien als Provision.



Schon gewusst?

Wer Kreditangebote vergleicht bekommt meistens bessere Angebote.

Kredite vergleichen





Das könnte Sie interessieren:

Berufsunfähigkeitsrisiko junger Frauen stark gestiegen

28.08.2021

Insgesamt beklagen die Aktuare eine anhaltende Sorglosigkeit bei den ...

Negativzinsen auf Girokonten-Guthaben sind zulässig

21.08.2021

Verbraucherzentrale gegen Sparkasse gescheitert, ...

Wie Tief „Bernd“ Versicherungslücken offen legt

14.08.2021

... bestätigten sich diese Befürchtungen auf schlimmste Weise, als Tief „Bernd“ mit Dauerregen und Überschwemmungen ...

www.finanzlogik.de © 2011 - 2017   | Impressum | Datenschutz | AGBRechtlicher Hinweis

empty