Gesetzlichen Krankenversicherung - So wurden die Leistungen in den letzten 20 Jahren gekürzt

Trotz steigender Einnahmen und Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), werden seit 20 Jahren die Leistungen in der GKV stetig gekürzt. Gesetzlich Krankenversicherte müssen immer tiefer in die eigene Tasche greifen. Hier eine unvollständige Aufzählung:

  • Kürzungen für Hilfs- und Heilmittel, Arzneimittel sowie für den Zahnersatz

  • Für Brillengestelle gibt es nur noch einen Zuschuss von 20€ und neue Gläser nur noch bei Änderung der Sehschärfe

  • Pauschalzuschuss für bestimmte Arzneimittel

  • Zulassung zur Krankenversicherung der Rentner wurde erschwert

  • 1993 Einführung der freien Krankenkassenwahl und steigende Zuzahlungen der Versicherten

  • Selbstbeteiligung bei Arzneimitteln weiter angehoben

  • Gleichzeitig wurden die Pauschalbeträge auf weitere Medikamente ausgedehnt

  • Kieferorthopädische Behandlungen nur noch für Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen mit schweren Kieferanomalien

  • Unter Seehofer (CSU) wurde die Eigenbeteiligung bei Arzneimitteln je nach Packungsgröße erhöht

  • Kassenzuschuss für Zahnersatz wurde bis auf wenige Ausnahmen gestrichen

  • Bei Krankenhausaufenthalt müssen Patienten eine Tagespauschale bezahlen

  • Krankengeld wurde gesenkt

  • „Agenda 2010“ seit 2004 wirksam

  • Senkung der Lohnnebenkosten aber Entbindungs- und Sterbegeld wurden gestrichen und die sogenannte Praxisgebühr eingeführt

  • Betriebsrenten (Z.B. Direktversicherungen) werden mit dem vollen Beitragssatz für Kranken- und Pflegeversicherungen gilt auch bei Einmalzahlungen aus der betrieblichen Altersvorsorge – kein Altvertragsschutz

  • 2011, allgemeine Krankenkassenbeitrag der GKV auf 15,5 Prozent angehoben

  • Die Begrenzung der Zusatzbeiträge wurde aufgehoben

  • 2015, Einführung eines kassenindividuellen Zusatzbeitrages

Quelle: http://www.procontra-online.de

Vergleich der gesetzlichen Krankenkassen






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