P&R-Insolvenz: Mehr verkauft als vorhanden

Rund 54.000 Investoren sind hierzulande von der Pleite des Containerfinanzierers P&R betroffen, die damit bereits jetzt zu den großen Skandalen der deutschen Finanzgeschichte gehört. Noch sind viele Fragen offen. Ein in eingeweihten Kreisen gehegter Verdacht hat sich nun jedoch bestätigt: Wie der Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé in einer ersten Bestandsaufnahme mitteilte, gibt es eine erschreckende Diskrepanz zwischen den Verkaufs- und den Bestandszahlen.

Von den vier deutschen P&R-Gesellschaften wurden rund 1,6 Millionen Container an die Anleger veräußert. Im Bestand finden sich derzeit jedoch nur circa 600.000. Wie diese gewaltige Lücke zu erklären ist, möchte das Jaffé-Team nun schnell herausfinden. Zu dessen Pflichten zählt nämlich auch die Prüfung und Geltendmachung von Haftungsansprüchen. Der mutmaßlich Hauptverantwortliche für die auseinanderklaffenden Zahlen, der langjährige Geschäftsführer, ist allerdings 2016 überraschend verstorben. Jaffés Empfehlung an die aufgebrachten Anleger lautet weiterhin: abwarten und in Ruhe den Fortgang des Verfahrens verfolgen.

Mit einer Rechtsschutzversicherung sind Betroffene in der Regel gut gewappnet, sollten gerichtiche Auseinandersetzungen anstehen. Wichtig ist der Einschluss von Streitigkeiten mit Anlagen.

Zum Vergleich der aktuellen Rechtsschutz-versicherungen






Das könnte Sie interessieren:

Wieviel zahlt mir der Staat bei Berufsunfähigkeit?

03.06.2022

Gar nichts! Der Begriff der Berufsunfähigkeit ist in den gesetzlichen Leistungen nicht mehr vorhanden. Seit ...

Warum sich ein Versicherungsabschluss vor Jahresende richtig lohnen kann

20.11.2021

Zum 1. Januar 2022 sinkt der Höchstrechnungszins (Garantiezins) von 0,9 auf ...

Fast 500 Banken verlangen Negativzinsen

14.11.2021

Schon fünf Banken verwahren nur noch bis zu 5.000 Euro kostenfrei auf; gleichzeitig steigt der ...

www.finanzlogik.de © 2011 - 2017   | Impressum | Datenschutz | AGBRechtlicher Hinweis

empty